Unser Programm für das Frühjahrskonzert 2017

Vier Werke – eine Instrumentenfamilie. Dies könnte als Motto über dem nahenden Frühjahrskonzert des Ingolstädter Kammerorchesters stehen, das sich vor allem der Musik für Streichorchester widmet und zu dessen Besuch Sie am Samstag, den 29. April 2017, herzlich eingeladen sind.

"Wenn es ein Wunder in Mozarts Schaffen gibt, so ist es die Entstehung dieses Konzerts", schrieb der Mozart-Biograph Alfred Einstein über das dritte Violinkonzert in G-Dur, KV 216, bekannt als das "Straßbourger Konzert". Seinen Beinamen hat dieses Werk aus dem Jahr 1775 wegen des Straßburger Volksliedes, das in den dritten Satz eingeflochten ist. Gerade einmal 19 Jahre jung war Wolfgang Amadeus Mozart, als er mit dieser gleichermaßen humorvoll-spritzigen und elegisch-eleganten Komposition ein klassisches, mustergültiges Meisterwerk schuf.

Die Solistin des Abends, Elisabeth Lindner, ist seit vielen Jahren mit dem Orchester verbunden. Bereits als junge Schülerin des Eichstätter Gabrieli-Gymnasiums spielte sie in der ersten Geige mit und trat in Begleitung des Orchesters bereits öfters solistisch in Erscheinung. Sie ist mehrfache Preisträgerin bei „Jugend musiziert“ und erhielt zwei Mal den Bundespreis. Nach ihrem Abitur 2012 nahm sie 2013 ihr Violinstudium am Mozarteum in Salzburg auf.

Wie abwechslungsreich und vielfältig der Klang eines reinen Streichorchesters sein kann, zeigen die  weiteren Werke des Abends: Felix Mendelssohn-Bartholdy schrieb in seiner Jugendzeit zwölf Streichersinfonien. Als er 1821 mit 12 Jahren seine Streichersinfonie Nr.2  in D-Dur komponierte, wurde er gar als zweiter Mozart gefeiert. Wohl kein anderer Komponist schuf in so jungen Jahren derart fantasievolle und zugleich ausgereifte Werke.


Die St. Paul’s Suite komponierte Gustav Holst im Jahre 1912 ursprünglich als reine Streicherfassung für sein Schulorchester der St. Paul’s Girl School in London, wo er bis 1934 als Musikdirektor wirkte. Es endet im letzten Satz mit einer Hommage an ein bekanntes englisches Volkslied: einer Fantasia über „Greensleeves“.

Der Tango „Fuga y misterio“, Fuge und Geheimnis, zählt zu den bekanntesten Werken von Astor Piazzolla und entstammt dessen Tango-Oper „Marià de Buenos Aires aus dem Jahr 1968. Er ist von Piazzolla selbst, aber auch von anderen Musikern für diverse Besetzungen arrangiert worden, unter anderem die Fassung von Andrei Pushkarev für Streichorchester.


Wir würden uns freuen, wenn wir Sie unter den Gästen unseres Konzertes begrüßen dürften.

Ihr Ingolstädter Kammerorchester